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Lawinenausrüstung mieten – LVS, Sonde, Schaufel und Lawinenrucksack

Dein Gipfel – Der Outdoorverleih ist ein reiner Verleih: Wir vermieten Lawinen- und Notfallausrüstung tageweise und versenden sie per DHL direkt zu dir nach Hause – innerhalb Deutschlands und in die angrenzenden EU-Länder. Nach der Tour geht alles zurück zu uns. In dieser Kategorie findest du die komplette Lawinen-Notfallausrüstung: LVS-Gerät (Lawinenverschütteten-Suchgerät), Lawinensonde, Lawinenschaufel, elektrischer Lawinenrucksack, Rettungs-Biwak und Erste-Hilfe-Set – überwiegend von Ortovox, geprüft und einsatzbereit.

Wichtig vorweg: Lawinenausrüstung ersetzt keine Ausbildung. Wer abseits gesicherter Pisten unterwegs ist, braucht Lawinenkunde, Tourenplanung und geübte Kameradenrettung – die Ausrüstung ist das Werkzeug, nicht die Sicherheit. Wenn du neu im Gelände bist: Buche einen Lawinenkurs beim Alpenverein oder einer Bergschule und geh die ersten Touren geführt. Die passende Ausrüstung dafür bekommst du hier.

Die drei Pflichtteile – und warum sie zusammengehören

LVS-Gerät, Sonde und Schaufel bilden die Notfallausrüstung. Sie funktionieren nur als Einheit: Das LVS-Gerät bringt dich in die Nähe des Verschütteten, die Sonde bestimmt die exakte Stelle und Tiefe, die Schaufel gräbt aus. Fehlt ein Teil, ist die Rettungskette unterbrochen. Zwei Meter Schnee lassen sich nicht mit den Händen freilegen – und ohne Sonde gräbst du an der falschen Stelle.

Der Zeitfaktor macht die Kameradenrettung unersetzbar: Die Überlebenswahrscheinlichkeit eines vollständig Verschütteten liegt in den ersten Minuten bei rund 90 Prozent und fällt nach etwa 15 Minuten steil ab, sobald die Atemhöhle erschöpft ist. Organisierte Rettung braucht in aller Regel deutlich länger. Wer verschüttet wird, ist auf die eigene Gruppe angewiesen – und darauf, dass alle ihre Ausrüstung dabeihaben und bedienen können.

Mietprodukt Funktion im Notfall Technische Eckdaten
Lawinen Set (LVS, Sonde, Schaufel) komplette Notfallausrüstung alle drei Pflichtteile in einer Miete
LVS-Gerät (Ortovox Diract Voice) Sende- und Suchgerät 3 Antennen, 457 kHz, Sprachführung
Lawinensonde Punktortung und Tiefenbestimmung 240 cm, Aluminium
Lawinenschaufel Ausgraben des Verschütteten Aluminiumblatt, Teleskopstiel
Lawinenrucksack (elektrisch) Verschüttungsprophylaxe Ortovox Litric, elektrisches System
Skirucksack mit Rückenprotektor Aufprallschutz, Ausrüstungstransport Freeride-Rucksack, 28 Liter
Rettungs-Biwak Wärmeerhalt nach der Bergung ultraleicht, für 1–2 Personen
Erste-Hilfe-Set (wasserdicht) Erstversorgung kompakt, für den Rucksack
Kletterhelm Kopfschutz Ultraleicht-Modell
Hochtourengurt (ultraleicht) Sicherung im Steilgelände Beinschlaufen zu öffnen
Hochtouren Set (Spaltenrettung) Gletscherbergung Seilrolle, Klemme, Eisschrauben
Was welches Ausrüstungsteil im Ernstfall leistet
Suchen

LVS-Gerät

Sendet auf der weltweit einheitlichen Frequenz 457 kHz und empfängt im Suchmodus die Signale anderer Geräte. Moderne Drei-Antennen-Geräte führen dich mit Richtungspfeil und Entfernungsanzeige zum Verschütteten. Das Ortovox Diract Voice gibt zusätzlich gesprochene Anweisungen – hilfreich, wenn unter Stress die Konzentration schwindet.

LVS-Gerät mieten
Orten

Sonde

Nach der Feinsuche steckst du die Sonde im Raster in den Schnee, bis du den Verschütteten spürst. Sie zeigt exakte Position und Verschüttungstiefe – entscheidend, um an der richtigen Stelle und mit der richtigen Technik zu graben. 240 cm sind das Mindestmaß für eine sinnvolle Suchtiefe.

Sonde mieten
Bergen

Schaufel

Lawinenschnee verdichtet sich beim Abgang zu betonartiger Härte. Deshalb zählt nur eine Metallschaufel – Kunststoffblätter brechen. Gegraben wird nicht von oben, sondern seitlich hangabwärts auf die georteten Stelle zu, um schneller an den Kopf zu kommen.

Schaufel mieten
Vermeiden

Lawinenrucksack

Der Airbag hält dich durch physikalische Entmischung eher an der Oberfläche und senkt damit das Risiko der Ganzverschüttung. Er ersetzt die Notfallausrüstung nicht – er soll verhindern, dass sie gebraucht wird. Unser Modell arbeitet elektrisch statt mit Kartusche.

Lawinenrucksack mieten
Elektrischer Lawinenrucksack – der Unterschied zur Kartusche

Unser Ortovox Litric arbeitet mit einem elektrisch betriebenen Gebläse statt mit einer Druckgaskartusche. Das hat drei praktische Vorteile:

  1. Fliegen ohne Papierkram: Kartuschensysteme sind Gefahrgut. Airlines verlangen Voranmeldung, viele lehnen sie ab, und im Zielland eine gefüllte Kartusche zu bekommen ist oft mühsam. Ein elektrisches System nimmst du als normales Gepäckstück mit – der Akku muss lediglich ins Handgepäck.
  2. Mehrfach auslösbar: Nach einer Auslösung lässt sich das System mit geladenem Akku erneut aktivieren. Bei Kartuschen ist nach einem Zug Schluss, bis Ersatz beschafft ist.
  3. Üben ohne Folgekosten: Du kannst die Auslösung gefahrlos trainieren, statt sie aus Kostengründen nie auszuprobieren – und genau das ist der Griff, der im Ernstfall sitzen muss.

Beim Mieten kommt der Rucksack mit geladenem Akku und Ladegerät zu dir. Für die Skitourenreise nach Norwegen, Japan oder in die Rockies ist das die unkomplizierteste Lösung, die es derzeit gibt.

Vor der Tour: LVS-Check und Trageposition

Der Gruppencheck gehört an den Anfang jeder Tour und dauert zwei Minuten: Eine Person schaltet auf Suchen, alle anderen auf Senden. Der Prüfende kontrolliert nacheinander jedes Gerät auf Empfang – erst aus einigen Metern Abstand, dann geht die Gruppe an ihm vorbei. Danach schaltet auch er auf Senden und lässt sich von einem anderen prüfen.

Trageposition: Das LVS-Gerät gehört unter die äußere Kleidung, entweder im mitgelieferten Tragesystem am Körper oder in einer verschließbaren Beintasche – niemals lose im Rucksack. Bei einem Lawinenabgang wird ein Rucksack oft abgerissen, und ein Gerät in der Jackentasche geht verloren.

Abstand zu Elektronik: Handy, Funkgerät, Kamera und Powerbank stören das Signal. Faustregel: mindestens 20 cm Abstand im Sendemodus, mindestens 50 cm beim Suchen – und Geräte, die du nicht brauchst, konsequent ausschalten.

Batterien: LVS-Geräte laufen mit Alkaline-Batterien oder integriertem Akku. Lithium-Batterien sind bei vielen Modellen nicht zugelassen, weil ihre Spannungskurve die Ladeanzeige verfälscht: Das Gerät zeigt volle Kapazität und fällt dann ohne Vorwarnung aus. Bei uns bekommst du das Gerät einsatzbereit – mit vollem Akku beziehungsweise frischen Batterien.

So funktioniert das Mieten
  1. Mietzeitraum wählen: Du gibst direkt beim Produkt an, von wann bis wann du die Ausrüstung brauchst. Der Preis passt sich sofort an – je länger die Mietdauer, desto günstiger der Tagessatz.
  2. Bestellen: Bezahlung wie im normalen Onlineshop – unter anderem per PayPal, Klarna, Kreditkarte, Apple Pay oder Google Pay.
  3. Lieferung: Wir versenden klimaneutral mit DHL GoGreen, ab 99 € Bestellwert (unter 10 kg) versandkostenfrei. Versand innerhalb Deutschlands sowie nach Österreich, in die Niederlande, nach Belgien, Luxemburg und Frankreich.
  4. Nutzen: Ab ins Gelände – nach Gruppencheck und mit geübter Rettungskette.
  5. Zurücksenden: Die Rücksendung ist kostenlos – das Retourenlabel liegt bei.

Unser Preismodell ist bewusst einfach: ein Tagessatz, der mit zunehmender Mietdauer sinkt – ohne Servicepauschale, Reinigungs- oder Bearbeitungsgebühr. Ab etwa fünf Miettagen greifen unsere Rabattstufen, und sie laufen bei längeren Zeiträumen fair weiter, statt plötzlich zu springen. Für eine Skitourenwoche liegen wir damit deutlich unter vergleichbaren Anbietern.

Tipp: Lass dir die Ausrüstung einige Tage vor der Abreise schicken. So kannst du das LVS-Gerät zu Hause in Ruhe bedienen, den Gruppencheck durchspielen und die Auslösung des Lawinenrucksacks einmal üben – das ist wertvoller als jede Bedienungsanleitung im Auto auf der Hinfahrt.

Prüfung und Wartung unserer Lawinenausrüstung

Bei Lawinenausrüstung hängt am Zustand des Materials im Zweifel ein Leben. Deshalb prüfen wir jedes LVS-Gerät nach jeder Vermietung auf Sende- und Empfangsfunktion, Reichweite und aktuellen Firmware-Stand. Geräte, deren Hersteller die Unterstützung eingestellt hat oder deren empfohlene Nutzungsdauer erreicht ist, nehmen wir aus dem Verleih – wir vermieten keine Altgeräte.

Sonden werden auf Spannseil und Verriegelung geprüft, Schaufeln auf Blatt und Stielarretierung. Beim elektrischen Lawinenrucksack kontrollieren wir Akku, Auslösemechanismus und Ballon nach jeder Rückgabe. Gurte und Helme sind Persönliche Schutzausrüstung und werden zusätzlich regelmäßig durch Sachkundige geprüft und dokumentiert. Gereinigt und desinfiziert wird nach jeder Rückgabe.

Häufige Fragen zur Lawinenausrüstung

Welche Lawinenausrüstung brauche ich mindestens?

LVS-Gerät, Sonde und Schaufel – und zwar für jede Person in der Gruppe. Diese drei Teile bilden die Notfallausrüstung und funktionieren nur zusammen: Das LVS grenzt den Bereich ein, die Sonde ortet punktgenau, die Schaufel gräbt aus. Ein Lawinenrucksack ist eine sinnvolle Ergänzung, aber kein Ersatz für die Notfallausrüstung. Bei uns gibt es alle drei Teile gebündelt als Lawinen-Set oder einzeln.

Wie lange bleibt Zeit für die Rettung?

Die Überlebenswahrscheinlichkeit eines vollständig Verschütteten liegt in den ersten Minuten bei etwa 90 Prozent und sinkt nach rund 15 Minuten deutlich, wenn die Atemhöhle erschöpft ist. Organisierte Rettung braucht meist erheblich länger – deshalb entscheidet die Kameradenrettung durch die eigene Gruppe. Genau deshalb muss jeder die Ausrüstung dabeihaben und ihre Bedienung beherrschen.

Wie funktioniert ein LVS-Gerät?

Im Sendemodus gibt das Gerät ein Signal auf der international einheitlichen Frequenz 457 kHz ab – dadurch sind alle Geräte aller Hersteller untereinander kompatibel. Schaltet ein Suchender auf Empfang, zeigt sein Gerät Richtung und Entfernung zum Sender an. Moderne Drei-Antennen-Geräte führen präzise bis in den Nahbereich; ab etwa drei Metern beginnt die Feinsuche dicht über der Schneeoberfläche, danach übernimmt die Sonde.

Was bringt ein Lawinenrucksack – und ersetzt er die Notfallausrüstung?

Nein, er ersetzt sie nicht. Der Airbag nutzt die physikalische Entmischung in der bewegten Schneemasse: Größere Objekte wandern nach oben. Dadurch sinkt das Risiko einer Ganzverschüttung erheblich – aber er hilft nicht gegen Anprall an Bäumen und Felsen, nicht bei Absturz und nicht in Geländefallen wie Mulden oder Runsen. LVS, Sonde und Schaufel bleiben Pflicht. Wichtig außerdem: Der Griff muss im Ernstfall sitzen, also vorher üben.

Kann ich einen Lawinenrucksack im Flugzeug mitnehmen?

Mit unserem elektrischen Ortovox-System deutlich einfacher als mit Kartuschenmodellen. Druckgaskartuschen gelten als Gefahrgut und erfordern Voranmeldung; viele Airlines lehnen sie ganz ab. Beim elektrischen System reist der Rucksack als normales Gepäck, der Akku gehört ins Handgepäck. Prüfe die Bestimmungen deiner Airline trotzdem vor Abflug – die Regelungen unterscheiden sich, und die Verantwortung liegt beim Reisenden.

Warum keine Lithium-Batterien im LVS-Gerät?

Lithium-Batterien haben eine flache Entladekurve: Das Gerät zeigt lange volle Kapazität an und fällt dann ohne Vorwarnung aus. Alkaline-Batterien entladen sich gleichmäßig, die Anzeige bleibt aussagekräftig. Viele Hersteller schließen Lithium deshalb ausdrücklich aus. Bei uns kommt das Gerät einsatzbereit mit vollem Akku beziehungsweise frischen Batterien zu dir.

Warum eine Metallschaufel und keine aus Kunststoff?

Lawinenschnee verdichtet sich beim Abgang zu einer betonartigen Masse. Kunststoffblätter brechen darin oder verbiegen sich – deshalb ist ein Aluminiumblatt bei Lawinenschaufeln Standard. Unsere Schaufeln haben zudem einen Teleskopstiel, der genug Hebel für effizientes Graben gibt.

Reicht es, die Ausrüstung dabeizuhaben?

Nein. Unter Stress, mit Handschuhen, im Steilhang und unter Zeitdruck funktioniert nur, was vorher geübt wurde. Mach den Gruppencheck vor jeder Tour, übe die Suche regelmäßig – viele Skigebiete und Alpenvereinssektionen betreiben kostenlose LVS-Übungsparks – und besuche einen Lawinenkurs, bevor du eigenständig ins Gelände gehst. Die Ausrüstung ist die Voraussetzung, nicht die Lösung.

Lohnt sich Mieten gegenüber Kaufen?

Eine komplette eigene Ausstattung aus LVS, Sonde und Schaufel kostet neu mehrere hundert Euro, ein elektrischer Lawinenrucksack über tausend. Dazu kommt, dass LVS-Geräte technisch altern und nach einigen Jahren ersetzt werden sollten – auch wenn sie kaum benutzt wurden. Wer wenige Tourentage im Jahr hat, mietet deshalb günstiger und geht zugleich mit aktuellem Gerät los statt mit einem Zwei-Antennen-Modell aus dem Keller.

Kann ich Ausrüstung für eine ganze Gruppe mieten?

Ja – und das ist bei Lawinenausrüstung besonders sinnvoll, weil jede Person ein eigenes Set braucht. Für Skitourenkurse, Vereinsfahrten und Freundesgruppen stellen wir mehrere Sets zusammen; schreib uns dafür einfach vorab, dann klären wir Verfügbarkeit und Versand für den gewünschten Zeitraum.

Passende Winterausrüstung mitmieten

Zur Skitour gehört mehr als die Notfallausrüstung: Schneeschuhe, Grödel, Steigeisen, Gletscherbrille, Stirnlampe und Rucksäcke findest du bei Dein Gipfel ebenfalls im Verleih – alles in einer Bestellung kombinierbar. Stöbere dazu in unseren Kategorien Hochtouren & Gletscher, Wandern, Klettern und Expedition.